
Wieland, Christoph Martin: Werke
Oßmannstedter Ausgabe
Hrsg. v. Manger, Klaus / Reemtsma, Jan Philipp
Christoph Martin Wieland (1733-1813) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des Rokoko und der Aufklärung; er gilt als Begründer des Bildungsromans sowie als Wegbereiter der Weimarer Klassik und hat sich insbesondere als Herausgeber und Übersetzer verdient gemacht. Die Edition seines umfangreichen Gesamtwerkes, das zum ersten Mal vollständig veröffentlicht wird, stellt ein längst überfälliges und literarhistorisch überaus bedeutsames Unternehmen dar: Die 36 Bände werden nicht nur seine poetischen Werke, sondern auch Wielands maßgebende Übersetzungen (darunter Shakespeare und Cicero) in chronologischer Reihenfolge präsentieren, wobei jeder Textband durch einen Kommentarband ergänzt wird. Die Edition wird Wissenschaftlern wie interessierten Laien künftig als hochwertig ausgestattete Standardausgabe zur Verfügung stehen.
Klaus Manger, Friedrich-Schiller-Universität Jena; Jan-Philipp Reemtsma, Universität Hamburg.
Rezensionen
"Wissenschaftliche Werkausgaben sind meist die grauen Mäuse des Buchmarkts gewesen. Ihre Stärken lagen im Inneren. Schönheitspreise gehörten nicht zu ihren Zielen. Diese hier, dem Werk Wielands gewidmet, ist anders. Sie erfreut mit einem ansprechenden Gewand. Das Leinen in einem kräftigen Dunkelgrün, Rückenschilder in Orange und Schwarz. Man hat sich extra Friedrich Forssman geholt, der zu den prominenten Typographen und Buchgestaltern gehört, um dieser Oßmannstedter Ausgabe des de Gruyter Verlages auch ein gefälliges Kleid zu schneidern."
Klaus Bellin in: Marginalien 1/2010
"Man kann diesem bedeutsamen Editionsprojekt nur weiter ein so zügiges und ertragreiches Fortschreiten wünschen, wie es die ersten beiden Bde. an den Tag legen."
Lothar van Laak in: Germanistik 1-2/2009
"Äußerlich sind die Bände der historisch-kritischen Ausgabe schon jetzt eine Freude. Sie kommt im gediegenen Quarto daher und lehnt sich in der äußeren Gestaltung an die Horaz-Übersetzungen Wielands an, mit denen Franz Greno in den achtziger Jahren die Wieland-Liebhaber erfreute. Für die Gestaltung zeichnet Friedrich Forssmann verantwortlich. Auch die Schrifttype ist mit Sorgfalt gewählt: Es handelt sich um eine Adaption der Prillwitz-Antiqua, die eigens für die Göschen-Ausgabe geschnitten worden war. Das neue Monument Wielands muss sich nicht vor der ästhetischen Vollendung verstecken, mit der die kostspieligeren Ausführungen der Göschen-Ausgabe auftraten. Für den weiteren Inhalt darf man ebenfalls das Beste hoffen."
Mark-Georg Dehrmann in: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13256







